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Zwischen Bett und Wand bei Lacan

Date publication : 25/04/2018
Dossier : Traduction éditoriaux

 

An einem frischen, sonnigen Samstagmorgen im Juli, es muss wohl 1972 oder 73 gewesen sein, zitierte Lacan einige seiner Schüler in sein Büro. Er empfing sie tatsächlich, einen nach dem anderen, im Bett des Nebenzimmers liegend, im Pyjama, einen gestrickten Schal um die Schultern und ein Buch auf den Knien, um von ihnen eine Arbeit zu verlangen, die ihm innerhalb von 8 Tagen auszuhändigen war. Man konnte in dieser Dringlichkeit  die Kondition einer Weiterführung seines Lehrens sehen. Es erstaunte ihn sicher, dass das enorme Umwälzen, das er vornahm, vielleicht einen Drehwurm hervorrief, aber keinen Schaum.

Zwei Punkte hätten aber die Schifferlehrlinge unruhig machen können.

1 - die Demonstration, dass das UBW sich nicht auf die Blase des Lapsus oder der Fehlleistung reduziert, sondern vollständig alles Verhalten dirigiert.

2 - die Determinierung des bewussten oder nicht bewussten psychischen Lebens durch die Materialität der Sprache.

Das Ausweichmanöver der damals von Lacan geladenen Auserwählten hatte sicherlich einen Einfluss auf den weiteren Stil des Seminars, von Mal zu Mal weniger hörbar und mehr und mehr imaginiert, in Gesellschaft von Topologen, die nichts verstanden aber wenigstens Antwort bekamen.

Man kann unserer Assoziation nicht absprechen, zumindest in ihrer Gesamtheit das gewährleistet zu haben, was schon nicht so schlecht war.

Übersetzung : Johanna Vennemann

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